Kaum kehre ich der medialen Welt ein paar Tage halb den Rücken zu, - ich habe rumgekränkelt mit einer Erkältung (Nein! Es war NICHT die Vogelgrippe.
) - passiert eine ganze Menge:
1. Bei der Dakar ist vorgestern ein Motorradfahrer - Andy Caldecott - tödlich verunglückt. Näheres kann man
hier lesen. Ich finde diesen tragischen Unfall einfach gräßlich. Da ich gerne Motorsport gucke, vor allem Formel 1 und DTM, stellt sich mir persönlich bei schweren Unfällen immer die Frage: Ist es moralisch vertretbar, sich für einen Sport zu interessieren, der so gefährlich ist? Im Klartext: Treibe ich als Fan Menschen dazu zu große Risiken einzugehen? Sport ist schließlich ein Millionengeschäft und das wäre er nicht ohne die Fans.
Andererseits ist jeder Mensch für sich selber verantwortlich und es wird keiner gezwungen, sich in ein Rennauto zu setzen. Ich zum Beispiel würde das niemals machen, genausowenig wie Skispringen oder Bungee-Jumping. Und in jeder Situation im Leben setzt man sich Risiken aus, die man mal mehr, mal weniger kalkulieren kann. Beispiel: Bei Tauwetter habe ich jedesmal Angst, daß sich ein Eiszapfen von der Dachrinne löst und sich direkt in mein Gehirn rammt. Die Chancen sind klein, daß mir so etwas passiert, aber vorhanden. Deswegen gehe ich nicht zu nah an den Häuserwänden entlang :)
Und das ist mein Fazit: Sicherheitsmaßnahmen, Sicherheitsmaßnahmen, Sicherheitsmaßnahmen. Ungefährlich wird Motorsport nie sein, aber es sollten Risiken minimiert werden. Dann kann ich mich auch als Fan an den spektakulären Bildern erfreuen mit dem Gefühl, daß für die Sicherheit der Fahrer alles Menschenmögliche getan wird.
2.) Leider, leider mußte Jutta Kleinschmidt nach einem Unfall heute
aufgeben. Schade, schade.
3.) Als Nicht-Fußballfan bin ich ganz schön genervt von der permanenten Überflutung mit diesem Thema. Schööön, dieses Jahr ist die WM in Deutschland, ist ja gut, ich habs verstanden. Alle Fans freuen sich. Ist mir ja auch recht. Aber kann ich nicht mal fünf Minuten Ruhe haben?? Jetzt nervt auch Stiftung Warentest mit schlechten Testergebnissen für die Stadien richtig rum. Diese Stadien gibt es doch schon länger. Darin wird auch schon eine Weile Fußball gespielt. Jaha, ganz ehrlich! Warum ist denn genau jetzt die Sicherheitslage so viel wichtiger als vorher?
Ich sag nur ein Wort: Fußball-WM. Mein erster Kandidat für das Unwort des Jahres 2006.
ette - 12. Jan, 00:22